ACHTUNG: Der Jägersteig ist aufgrund der Unwetter NICHT BEGEHBAR.
Im Allgemeinen möchten wir festhalten, dass der Jägersteig generell KEIN Wanderweg ist. Er wird nicht gepflegt.
Montags, 15. Juni bis 26. Oktober 2026 | 9:30 Uhr und 15:00 Uhr
Nötsch im Gailtal, Parkplatz Badebucht an der Gail gegenüber Ortseinfahrt Nötsch
Sehen Sie den Süden des Dobratsch aus einer ganz neuen Perspektive vom Wasser aus. Erleben Sie die „Wilde“, wie der Gailfluss genannt wird, eingebettet zwischen dem Dobratsch und dem auslaufenden Karnischen Höhenzug mit dem Kanu. Nur für Schwimmer:innen buchbar!
Dauer: ca. 2,5 bis 3 Stunden, kann je nach Gruppengröße sehr variieren.
Bitte mitnehmen: Freizeitkleidung und Schuhe, die nass werden dürfen, Wechselkleidung, Sonnencreme, für Verlust optischer Hilfsmittel ist jeder selbst verantwortlich.
Sie erhalten von uns: Kanutour mit spezialisiertem Guide als Begleitung, Boote, Schwimmwesten, Paddel, wasserfeste Tonne pro Boot, gründliche Einweisung und Informationen über die Umgebung; Personentransfer zwischen Ausstiegs- und Einstiegsstelle; optional zur Tour mit Aufpreis buchbar: Neoprenschuhe € 4,00 (keine „Barfuß-Teilnahme“).
Kosten: Erwachsene € 64,50 | Kinder (7 – 15 Jahre) € 49,50 | mit Kärnten Card 12 % Ermäßigung.
Anmeldung: bis Vortag um 19:30 Uhr unter www. buchung.kanupanzi.com, E.: info@kanupanzi.com, T.: +43 650 501 19 73. Bei Schlechtwetter kann die Tour vom Veranstalter abgesagt werden.
Der Vorstand des Naturpark Dobratsch hat am 1. Juli erstmals mit Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger getagt. Dabei wurde das erste Halbjahr und der Arbeitsauftrag für die nächsten Monate besprochen: Waldprojekt, 679 Schüler:innen bei Naturerlebnistagen, Interreg Österr.- Italien Projekt NatUra, Interreg CE Enture und CLLD Projekt TouMiNet genehmigt. Drei-Länder-Friedenspark mit Italien und Slowenien als zentrale Aufgabe für die nächsten Monate.
Interreg Projekte NatUra und Enture als wichtige Impulsgeber für die Zukunft
„Die Genehmigung von zwei neuen Interreg Projekten wird die Entwicklung des Naturparks in den nächsten Monaten entscheidend voranbringen. Das Interreg Österr.- Italien Projekt NatUra widmet sich der Biodiversität in den Naturpark-Gemeinden und der Stadt Villach, gleichzeitig wollen wir damit einen Naturpark-Jugendbeirat gründen, der uns bei Natur- und Biodiversitätsfragen unterstützt.
Mit dem Interreg Central Europa Projekt ENTURE wollen wir unsere Vision eines Drei-Länder-Friedensparks mit Italien und Slowenien entscheidend weiterbringen. Die Detailplanung, die Kooperation zwischen den Gemeinden der drei Länder und das Thema Frieden stehen im Mittelpunkt des Projektes. Damit wollen wir den Naturpark Dobratsch international verankern. Der Drei-Länder-Friedenspark soll einer der TOP 10 grenzüberschreitenden Biosphärenparke weltweit werden“, so Naturpark-Vorsitzende Sarah Katholnig.
Parke als wichtige regionale Natur- und Bildungsimpulsgeber
„Der Naturpark Dobratsch zeigt eindrucksvoll, wie die Bereiche Naturschutz, Bildung, regionale Entwicklung und Tourismus miteinander verbunden werden können. Gerade für Kinder und Jugendliche sind Naturparke wichtige Lern- und Erfahrungsräume. Hier erleben sie unmittelbar, warum Artenvielfalt, Kulturlandschaft und ein sorgsamer Umgang mit unseren Lebensgrundlagen so wertvoll sind. Gleichzeitig stärken Projekte wie jene am Dobratsch die Gemeinden, bringen Menschen zusammen und öffnen den Blick über Grenzen hinweg. Diese Verbindung aus regionaler Verwurzelung und internationaler Zusammenarbeit macht unsere Parks so wertvoll“, betont Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger, die im Rahmen der Naturpark-Generalversammlung als stellvertretende Vorsitzende bestätigt wurde.
679 Schülerinnen und Schüler bei den Naturerlebnistagen und Naturpark-Wald
„Die Naturerlebnistage finden jährlich in einer anderen Naturpark-Gemeinde statt. Heuer wurden sie in Nötsch im Gailtal abgehalten. Die Naturpark-Schulen und Partnerschulen nahmen an diesen Tagen teil. Die Naturerlebnistage dienen nicht nur dem Erkunden des Naturparks, sondern auch dem Kennenlernen der vier Naturpark-Gemeinden.
Eine schöne Kooperation zwischen privaten Waldbesitzern, der Gemeinde Nötsch i.G. und dem Naturpark – ein Naturpark-Wald mit Rastplatz wird in den nächsten Wochen fertiggestellt und eröffnet,“ berichtet Bürgermeister Alfred Altersberger.
Erster Naturpark Kooperationspartner und Frühschoppen
„Die Dreiländereck Gemeinde Arnoldstein freut sich über gleich zwei Maßnahmen die im Rahmen des künftigen Drei-Länder-Friedensparks durchgeführt werden. Im Rahmen des – Wein ohne Grenzen Festes – am 4. Juli in Valbruna wird unser erster Naturpark Kooperationspartner in Italien feierlich ernannt. Andrej und Rudi Bartaloth arbeiten eng mit unserem Weingut Fina aus Thörl-Maglern zusammen und erweitern die Naturpark- Partnerbetriebe.
Und zum Auftakt der Wandersaison im Herbst findet am 27.9.2026 der Naturpark- Frühschoppen am Dreiländereck statt. An den darauffolgenden Wochenenden laden die Naturpark-Ranger zur Umrundung des Dobratsch ein,“ freut sich Bürgermeister Reinhard Antolitsch.
Bad Bleiberg und Naturpark setzten Bergbauprojekt mit Italien um
„Mit dem CLLD Projekt TouMiNet – touristisches Bergbau Netzwerk – wollen wir für unsere Terra Mystica neue Attraktionen schaffen und den Markus-Stollen-Weg mit zusätzlichen Informationstafeln ausstatten. Im Projekt sind auch Schul- und Expertenaustausche mit den Schaubergbauen in Resia, Raibl und Ovaro in Italien vorgesehen“, berichtet Bürgermeister Christian Hecher.
Dynamische Entwicklung im Naturpark
Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig freut sich über die „tolle und dynamische Entwicklung im Naturpark. Wir haben bereits mehr als die Hälfte unseres Naturpark Plansund elf zusätzliche Projekte umgesetzt oder begonnen, 180! Termine für Gästeführungen und 120 Naturpark Schulführungen mit insgesamt über 9.200 Personen pro Jahr durchgeführt. Ich danke dem Naturpark-Team für seinen großartigen Einsatz.“
Was als Wanderung “slowenischer Kulturvereine am Dobratsch“ begann ist nunmehr ein Netzwerk aus Organisationen dreier Länder mit innigem freundschaftlichem Kontakt über die Grenzen dreier Länder hinweg.
Kar se je začelo kot pohod „slovenskih kulturnih društev na Dobraču“, se je zdaj razvilo v mrežo organizacij iz treh držav s tesnimi, prijateljskimi vezmi čez meje.
Im Jahr 2026 feiern wir die 10. „grenzüberschreitende Begegnung am Dobratsch“.
Gerne nahm der Naturpark Dobratsch im Jahr 2017 die Anfrage nach einer Kooperation mit slowenischen Kulturvereinen aus Kärnten auf. Die „Begegnung am Dobratsch“, eine Kulturwanderung von der Rosstratte zur Slowenischen Kirche am Dobratschgipfel sollte gemeinsam umgesetzt werden, der Naturpark auch die Naturschutzaspekte einbringen.
Die Vermittlung von Natur- und Kulturthemen ist eines der Ziele des Naturparks somit war die Zusammenarbeit auch auf die Naturpark Idee abgestimmt.
Der Naturpark half bei der Organisation, der Einladungsgestaltung und stellte einen Busshuttle für die öffentliche Anreise ab Villach zur Verfügung.
Die Veranstaltung war bereits im Jahr 2016 sehr erfolgreich.
In den folgenden Jahren wurde in den Titel der Begriff „grenzüberschreitend“ aufgenommen, da die „Begegnung“ auch in Slowenien und Italien stattfinden sollte.
Von Anfang an war es auch das gemeinsame Ziel und eine Aufgabe des Naturparks Interessierte aus ganz Kärnten für die Veranstaltung und somit für Aktivitäten der slowenischen Kulturvereine zu gewinnen.
Bereits bei der zweiten Wanderung am Dobratsch konnte eine große Anzahl an Kärntnerinnen und Kärntnern ohne slowenische Sprachkenntnisse begrüßt werden. Entscheidend dafür ist nicht nur die Bewerbung durch den Naturpark, sondern auch die „allgemeine Themenstellung“ wie „Kärntner Volksabstimmung“ (2021) oder „slowenische Flurnamen“.
Mit der Erweiterung der Durchführung in Slowenien und Italien und der Organisation von Bussen aus Kärnten nahm die Beliebtheit der „grenzüberschreitende Begegnung“ deutlich zu. Unbekannte Täler wie das Resiatal oder die Uggowitzer Alm waren auch für viele Kärntnerinnen und Kärntner etwas Besonderes genauso wie die Einblicke in die lokalen Gesänge, Gebräuche und die Kulinarik.
Besonders positiv für den Naturpark Dobratsch war auch, dass sich im Zuge der „grenzüberschreitenden Begegnungen“ die Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Triglav und dem Naturpark Prealpi Giulie vertiefte, so dass die „grenzüberschreitenden Begegnungen“ auch zu einem Treffen der drei großen Schutzgebiete im Dreiländerraum wurden. Damit verbunden war auch, dass der Natur(schutz) Aspekt in den Begegnungen immer an Bedeutung gewann.
Im Jahr 2026 soll nunmehr die 10. „grenzüberschreitende Begegnung“ am Dobratsch stattfinden, geplant ist dabei die erste „Bischofsmesse“ in der Slowenische Kirche am Gipfel. Die Zusammenarbeit verschiedener slowenischer Kulturvereine ist zu einer Gruppe von Freunden geworden. Die Durchführung im besten Sinne des Wortes „selbstverständlich“.
Was die Zusammenarbeit noch bewirkt hat:
Der Naturpark Dobratsch arbeitet mit dem Nationalpark Triglav und den Naturpark Prealpi Giulie intensiv an der Entwicklung eines „Drei Länder Friedensparks“.
Auf den Naturpark „Erlebniskarten“ und Schautafeln sind zweisprachige Ortsnamen immer enthalten.
Ein Rastplatz entlang der neuen „Dobratsch Runde“ (fünftägiger Wanderweg um den Dobratsch) thematisiert das slowenische Kulturgut.
Und für mich die erstaunliche Erkenntnis, dass der „Drei Länder Raum“ zwischen dem Dobratsch, dem Kanin und dem Triglav durch die slowenische Sprache vereint ist.
Und – der Naturpark – Dobratsch genannt wurde und nicht Villacher Alpe.
Leta 2026 bomo praznovali 10 let „čezmejnih srečanj na Dobraču“.
Leta 2017 je Naravni park Dobrač z veseljem sprejel prošnjo za sodelovanje slovenskih kulturnih društev na Koroškem. „Srečanje na Dobraču“, kulturni pohod od Rožtrate do slovenske cerkve na vrhu Dobrača, naj bi se izvedlo skupaj, pri čemer bi Naravni park prispeval tudi svoje strokovno znanje na področju varstva narave.
Komuniciranje narave in kulture je eden od ciljev Naravnega parka, zato je bilo sodelovanje usklajeno tudi s poslanstvom Naravnega parka. Naravni park je pomagal pri organizaciji, oblikovanju vabil in zagotovil avtobusni prevoz za javni prevoz iz Beljaka. Dogodek je bil leta 2016 zelo uspešen. V naslednjih letih je bil naslovu dodan izraz »čezmejni«, saj naj bi »srečanje« potekalo tudi v Sloveniji in Italiji.
Od samega začetka je bil tudi skupni cilj in naloga naravnega parka, da na dogodek in s tem na dejavnosti slovenskih kulturnih društev privabi zainteresirane ljudi z vse Koroške.
Že na drugem pohodu na Dobrač smo lahko privabili tudi veliko število Korošcev brez znanja slovenščine. Pri tem ni bila ključna le promocija s strani naravnega parka, temveč tudi »splošna tema«, kot sta »koroški plebiscit« (čezmejno srečanje 2021) ali »slovenska ledinska imena«.
Z razširitvijo dogodka v Slovenijo in Italijo ter organizacijo avtobusov iz Koroške se je priljubljenost »čezmejnega srečanja« znatno povečala. Tudi neznane doline, kot sta Rezija ali Ukovška planina, so bile za mnoge Korošce nekaj posebnega, prav tako pa tudi vpogled v lokalne pesmi, običaje in kulinariko.
Posebej pozitivno za Naravni park Dobra
je bilo poglobitev sodelovanja s Triglavskim narodnim parkom in Naravnim parkom Julijskih Alp med „čezmejnimi srečanji“, ki so ta srečanja preoblikovala v srečanje treh glavnih zavarovanih območij na tromeji. To je pomenilo tudi, da je vidik varstva narave na teh srečanjih pridobil na pomenu.
Deseto „čezmejno srečanje“ je načrtovano za leto 2026 na Dobraču. Takrat bo tudi prva „škofovska maša“ za slovensko cerkev na vrhu. Sodelovanje med različnimi slovenskimi kulturnimi društvi se je razvilo v tesno povezano skupino prijateljev. Njegova uresničitev je v pravem pomenu besede samoumevna.
Nadaljnji rezultati tega sodelovanja vključujejo:
• Naravni park Dobra
intenzivno sodeluje s Triglavskim narodnim parkom in Naravnim parkom Julijskih Alp pri razvoju „Parka miru treh dežel“.
• „Zemljevidi doživetij“ in informacijske table naravnega parka vedno vključujejo dvojezična krajevna imena.
• Počivališče ob novi „Dobratsch Circuit“ (petdnevna pohodniška pot okoli gore Dobra
) se osredotoča na slovensko kulturno dediščino.
• In zame presenetljivo spoznanje, da „regijo treh dežel“ med Dobračem, Kaninom in Triglavom združuje slovenski jezik.
• In da se naravni park imenuje Dobra
, ne Villacher Alpe/Beljaške Alpe.
Der Naturpark Dobratsch wurde als Österreichs erster Infopoint der
Alpenkonvention verlängert.
Die Generalsekretärin der Alpenkonvention Alenka Smerkolj nahm die Verlängerung der Kooperation bei ihrem Besuch in Villach persönlich vor.
Dabei kam ihr auch eine besondere Ehre zu teil, die durfte sich ins Ehrenbuch der Stadt Villach eintragen.
„Die Alpenstadt Villach nimmt nicht nur im Bereich des Klimaschutzes eine internationale Vorreiterrolle ein, sondern setzt auch beim Schutz des alpinen Lebensraums seit Jahrzehnten maßgebliche Akzente. Bereits 1997 wurde in Villach die Idee der Alpenstädte ins Leben gerufen. Mit der Gründung des ersten Naturparks Kärntens im Jahr 2002 sowie der Eröffnung des ersten Infopoints der Alpenkonvention im Jahr 2019 unterstrich die Stadt ihre langfristige Verantwortung für den alpinen Raum.
Die internationale Vernetzung zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Alpen ist der Stadt Villach ebenso wie dem Naturpark ein besonderes Anliegen“, betont Naturpark-Vorsitzende und Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig.
In den vergangenen Jahren hat der Naturpark Dobratsch nicht nur im Naturpark-Büro die Protokolle und die jährlichen Alpenzustandsberichte für die Bevölkerung zugänglich gemacht, sondern vor allem bei zahlreichen Veranstaltungen die Bedeutung des Schutzes der Alpen betont. Auch die Naturpark-Ranger:innen sind wichtige Botschafter der Alpenkonvention; sie geben wichtige Informationen an Einheimische, Gäste und die Naturpark-Schulen weiter.
„Der Naturpark Dobratsch zeigt eindrucksvoll, wie internationale Ziele der Alpenkonvention auf regionaler Ebene wirksam umgesetzt und weitergetragen werden können. Als Umwelt- und Naturschutzreferent unterstütze ich dieses Engagement mit voller Überzeugung, denn der Schutz unserer einzigartigen alpinen Lebensräume ist eine gemeinsame Verantwortung über Grenzen hinweg. Die Verlängerung der gemeinsamen Vereinbarung ist ein starkes Signal für gelebten Natur- und Klimaschutz in Kärnten. Ich danke allen, die diese Kooperation mit ihrem Einsatz tragen“, so Landesrat Peter Reichmann.
„Die Infopoints der Alpenkonvention sind eine wichtige Verbindung, über die die Konvention die lokale Ebene erreicht und den Menschen nähergebracht wird. Darüber hinaus sind Schutzgebiete ein wesentliches Bindeglied bei der Umsetzung der Ziele der Konvention, um den Naturschutz und die nachhaltige Entwicklung der Alpen zu gewährleisten. Ich bin dem Naturpark Dobratsch und der Stadt Villach sowie allen anderen Parkgemeinden für ihr langjähriges Engagement und ihren sehr aktiven Einsatz bei diesen gemeinsamen Bemühungen äußerst dankbar und freue mich auf die Fortsetzung dieser großartigen Zusammenarbeit“ so Alenka Smerkolj, Generalsekretärin der Alpenkonvention.
Ehrenbucheintragung als Anerkennung ihrer Leistungen „Alenka Smerkolj ist seit 2019 Generalsekretärin der Alpenkonvention. Sie ist damit die am
längsten amtierende Generalsekretärin der Organisation und auch die erste Frau in dieser Position, sowie eine verlässliche Partnerin für die Stadt Villach und den Naturpark Dobratsch.
Neben bedeutenden Maßnahmen im Bereich Klimaschutz, Lebensqualität und Artenschutz setzt sie sich vor allem auch für die Vermittlung der Ziele der Alpenkonvention in der Bevölkerung und den Gemeinden ein. Der Eintrag ins Ehrenbuch der Stadt Villach würdigt ihr Werk und wir freuen uns auf gemeinsame künftige Aktivitäten“, so Vizebürgermeisterin Katholnig abschließend.
Wie kann ein nachhaltiger und grenzüberschreitender Naturtourismus im
Alpe-Adria Raum entstehen und welche konkreten Umsetzungsideen gibt
es dafür?
2024 startete der Naturpark Dobratsch als Leadpartner – gemeinsam mit der Tourismusregion Villach, der FH Kärnten, der Tourismusregion Tarvis, dem Naturpark Julische Voralpen und der Universität Padua – das grenzüberschreitende Projekt INDIALPS, das mit Mitteln der europäischen Union (Interreg IT-AT) und des Landes Kärntens gefördert wurde.
Naturtourismus mit seinen Chancen und Herausforderungen stand im Mittelpunkt des Projektes, das zahlreiche innovative Neuerungen hervorgebracht hat. So wurde im Naturpark Dobratsch der Ganzjahrestourismus in einem partizipativen Prozess mit Alpenverein, Grundbesitzer:innen, Jägerschaft, Naturschutz und Partnerbetrieben neu gestaltet.
Zahlreiche Neuerungen werden dazu in den nächsten Jahren präsentiert werden, wie unter anderem die neue Erlebniskarte oder das Transparent an der Villacher Alpenstraße. Zusätzlich sind auch neue Spazierwege in den Naturparkgemeinde und Option für barrierefrei Angebote im Rahmend es Projektes entstanden.
Das Projekt fußt auf der umfassenden Besucherstromanalyse der FH Kärnten im Naturpark Dobratsch sowie der Universität Padua. Die Studie verfolgte einen multimodalen Ansatz und analysierte Daten aus Wanderapps, Mobilfunkdaten sowie Besucherzählgeräte, um daraus Erkenntnisse zur Nutzung und für ein langfristiges nachhaltiger Management der Parke für die Zukunft zu etablieren.
Ein weiteres Highlight waren die zukunftsweisenden Entwicklungen für die Idee eines Drei-Länder-Friedensparks mit dem Nationalpark Triglav in Slowenien und dem Naturpark Julische Voralpen in Italien, die durch das Projekt weiter vertieft wurden.
Trenta (19.9.2025) – Im Rahmen der zweiten Sitzung des Koordinationskomitees des Biosphärenparks Julische Alpen wurde im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung die intensive, grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen dem Nationalpark Triglav, dem Naturpark der Julischen Voralpen und dem Naturpark Dobratsch beschlossen. Damit entsteht eine noch engere Kooperation zwischen Slowenien, Italien und Österreich, die künftig gemeinsam Projekte im Natur- und Artenschutz, in der nachhaltigen Entwicklung und im Bereich der Umweltbildung umsetzen wird.
„Die drei Parke, die seit über einem Jahrzehnt lose zusammenarbeiten, möchten die historische Chance nutzen und haben zum Ziel, einen gemeinsamen Drei-Länder-Friedenspark zu schaffen. Die Grenzregion Sloweniens, Italiens und Österreichs war über lange Zeit, vor allem im 20. Jahrhundert, Ort kriegerischer Auseinandersetzungen.

Gerade in der heurigen Zeit soll der Drei-Länder-Friedenspark als Symbol für ein friedliches Europa, für die Überwindung alter Grenzen und für internationale Zusammenarbeit stehen. Wichtig ist mir dabei auch die internationale Leuchtkraft dieser Dreiländerkooperation,“ so Landesrätin Sara Schaar.
Im Herzen Europas gelegen, vereint das Gebiet der drei Schutzgebiete nicht nur die großen Kulturräume – die slawische, romanische und germanische Sprachfamilie –, sondern auch bedeutende Gebirgsketten wie die Julischen und Karnischen Alpen, die Karawanken und die Gailtaler Alpen.
Die Parke setzen sich gemeinsam ein für:
– den Erhalt natürlicher Lebensräume und der Artenvielfalt,
– eine nachhaltige Entwicklung im Einklang mit der lokalen Bevölkerung,
– Umweltbildung und Sensibilisierung für den Naturschutz,
– sowie naturverträglichen Tourismus mit gezielter Besucherlenkung.
„Wir leben hier in der Alpen-Adria-Region, die eigentlich unser aller Heimat auch im Herzen ist. Das noch intensivere grenzüberschreitende Miteinander der drei Parke passt hier perfekt dazu. Derzeit arbeiten wir an einem neuen EU-Projekt, um die heute beschlossene Kooperation umzusetzen. Geplant sind Aktionen, um über den Drei-Länder-Friedenspark zu informieren und bei allen Altersgruppen Begeisterung dafür zu wecken. Wir denken über Veranstaltungen zum Thema Frieden in Europa und Programme zur Förderung des Jugendaustauschs nach. Im wichtigen Themenfeld Naturschutz wollen wir Projekte für Monitoring, Forschung und die Erhaltung von Grün-Korridoren umsetzen,“ erklärt Villachs Naturparkreferentin Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig.
Der Drei-Länder-Friedenspark soll weit über die Grenzen der Region hinauswirken: als Modell für nachhaltige Entwicklung, als Brücke zwischen Kulturen und als Zeichen für ein geeintes Europa.
„Mit dem Beschluss der institutionellen Kooperation des Nationalparks Triglav, des Naturparks Julische Voralpen und des Naturparks Dobratsch wird die Zusammenarbeit auf ein neues Niveau gehoben. Für den Naturpark Dobratsch ergeben sich dadurch Vorteile in der Abwicklung internationaler Projekte, in der Naturraumentwicklung und in der Jugendarbeit,“ schließt Naturpark-Geschäftsführer Robert Heuberger.